Sven Daigger      

Komponist 

 

Die Ohren und Augen des Publikums werden regelrecht in Bann gezogen. Es sind nie nur die Ohren. Jedes Stück ist eine Inszenierung für sich, Daigger komponiert Gesten des Interpreten, wandernde Klangflächen, akustische Täuschungen. Abstraktion und Komplexität zählen nicht, es zählt der Fokus auf die Sache, das Vergrößerungsglas des neugierigen Klang-Forschers. Dabei kommt schönes und sinnliches zum Vorschein. Die zeitgenössische Musik von Sven Daigger setzt sich dankenswerterweise mit uns Zeitgenossen auseinander und erreicht und bewegt genau deswegen spielend leicht ein großes Publikum.«

Lea Fink; Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

NEWS


25. Januar 2018 NDR- Hannover 
Duo Biloba & Ildikó Szabó
"...und ab dafür..." für Klarinette, Violoncello und Klavier

25. Januar 2018, 20Uhr Berlin - Zum böhmischen Dorf 
Preview #sitcomopera 
"MiniBar" sitcom opera in 21 episodes
jungenordeutschephilharmonie 

April 2018 Aufenthalt im "Künstlerhaus Lukas" in  Ahrenshoop

20. April 2018, 20 Uhr Ravensburg
SWR JetztMusik Komponistenporträt Sven Daigger
Zafraan Ensemble Berlin


Sven Daigger, 1984 in Eberbach am Neckar geboren und in Heidelberg aufgewachsen, komponiert Werke für Musiktheater, Orchester, Kammer- Tanz- und Vokalmusik. Er studierte Komposition bei Prof. Peter Manfred Wolf, Prof. Adriana Hölszky und Prof. Wolfgang Rihm in Rostock, Salzburg und Karlsruhe. 2012 schloss er sein Diplom mit Auszeichnung ab. Darüber hinaus studiert er zudem in Rostock Musiktheorie bei Prof. Dr. Birger Petersen und Dr. Jan Philipp Sprick. Daigger erhielt zahlreiche Aufträge u. a. durch das Gewandhausorchester Leipzig, der Staatsoper Hamburg, dem Heidelberger Frühling, den Festspiele Mecklenburg Vorpommern, das Staatstheater in Cottbus, dem Deutschen Musikrat, dem Staatlichen Museum in Schwerin und dem SWR2 Baden-Baden. Seine Werke werden im In- und Ausland aufgeführt. Sven Daigger lebt und arbeitet in Berlin.

PRESSE

 

»Neben den Sängerinnen und Sängern... sorgen vor allem die vom Berliner Zafraan-Ensemble umgesetzten Kompositionen für angenehme Überraschungen… …Im Kontrast dazu bestimmen sehr dynamische und unruhige Klänge die vierzehn Episoden der „sitcom opera“. Sven Daiggers Musik flitzt mal in aller Hektik am Jazz vorbei, mal liegt sie fast in Fetzen darnieder. Und wenn die Bargäste in einem Anflug von manisch gekünstelter Freude zu einem rhythmisch vertrackten „Prosit!“ aufrufen, lassen die Musiker kurz von ihren Instrumenten ab und sprechsingen im Chor: „Hahaha, hehehe, hui ui, Sekt, Bier, Schnaps, Hasch …“ Rausch, Optical-Art und clevere Musik – das sind interessante Zutaten für einen Opernabend. TAZ 26.02.2016

»Die Macht der Gezeiten hat Christian Morgenstern in seinem Gedicht "Meeresbrandung" lautmalerisch in Szene gesetzt, kongenial hat es der junge Berliner Komponist Sven Daigger orchestriert. Das sind keine melodisch säuselnde Wellen: Tonlose gespielte Flöten beschwören einen kalten Wind herauf, drammatisch klagen die Bläser, die Töne der Streicher peitschen gegen die Gestade und machen den Kampf mit den Element fast physisch erfahrbar. Unbewusstes scheint anzuklingen, verstörende Abgründe, wirkungsvoll in Musik umgesetzt, ein Effektstück.« Passauer Neue Presse 25.01.2016

»

In einem großen Zug und Schwung floss, brauste und schwoll dagegen Sven Daiggers »Strom« für Flöte, Klarinette, Klavier und Violoncello von der Bühne des Solitär in den Saal. Es entwickelte sich ein Sog, der mal an der Oberfläche rhythmische Kapriolen mit weißen Wellenkrönchen zu schlagen, dann wieder mehr „von unten" verhaltene Impulse nach oben zu schicken schien. Scherzo-artige Momente, ja sogar gelegentlich durchschimmernde Erinnerungen an eine „romantische“ Klangsprache zogen ebenso vorüber, wie markant fordernde oder sanft federnde Rhythmen.« Drehpunkt Kultur, 26.03.2011, über »Strom« »Daiggers Musik gehört zum Eindrucksvollsten dieser „Installation“, komplex und avanciert, von großer Klangsinnlichkeit und – Vielfalt. Zischende, flippernde, schlurfende, zuschlagende Klanggruppen, in rhythmischer Mannigfaltigkeit, kommentieren oder konterkarieren« Ostseezeitung, 17.10.2012 »Imponierend dabei, wie Daigger durch handwerkliches Geschick und konstruktives Formbewusstsein jegliche zerfließende Diffusität vermeiden kann – beklemmend und fesselnd gleichermaßen. Stabile Irritation: Nichts steht fest, außer, das nichts feststeht.« Ostseezeitung, 19.04.2012


Media

Links          

                                         IN BEWEGUNG: DER KOMPONIST SVEN DAIGGER

                                                     Interview mit Bernd Künzig SWR2 4.03.2016



Werkverzeichnis

Werke für Orchester

„Meeresbrandung“ für Orchester (2015) (7’)
„hike“ für Orchester (2011/12). (10‘)
Variation über ein Thema von W.A. Mozart für Orchester (2007). (2‘)

Szenische Werke

„Eine Kluge Else“ (2012)
für vier 3 Sänger, 1 Schauspieler und Ensemble 
Musiktheater zum Jubiläum der Grimm-Märchen 2012 (50’)

„MiniBar“ 
sitcom opera in 21 episodes (2015/17)
für 7 Sanger und Ensemble (45’)

Instrumentalkonzerte

„drive“ für zwei Klaviere und Orchester 2013/14 (15‘)
Stück für Orgel und Kammerensemble (2008/09). (20’)

Werke mit Stimme

„Meeresbrandung“ für Chor und Orchester 2014/15 (5,5’)
„Windgespräch“ für Sopran, Klavier und elektronischer Zuspielung (2013/14) (3,5‘)
„Windgespräch“ für Sopran, Klarinette, Violoncello und Klavier (2013) (6`)

Werke für Kammerensemble

„…und ab dafür…“ für Klarinette, Violoncello und Klavier 2016 (9’)
„Cays“ für 2 Violinen und Klavier 2016 (8’)
„stop and go“ für Violine, Violoncello und Klavier 2016 (8’)
„keys“ für Klarinette, Violine und Klavier 2014/15) (9’)
„one wind to another“ für Flöte, Klarinette, Violoncello und Klavier 2015 (9’)
lost in the clouds“ für Kammerensemble (2013/14) (11,05‘)
„hunt“ für Flöte, Klarinette,Violine, Viola, Violoncello und Klavier (2013) (10‘)
„hornets Spring“ für Horn und Klavier (2011) (12‘)
„Road Trip“ for two Pianists (2011) (12‘)
„Strom“ für Flöte, Klarinette, Violoncello und Klavier (2011) (12‘)
Stück für Streichquartett (2009) (10,30‘)
„Su“ für zwei Klaviere (2009) (10‘)
„Stück für Streichquintett“ (2008) (9,30‘)

Werke für Soloinstrumente

„track“ in Vier Phasen für Klavier Solo (2014/15)
„sides“ für Akkordeon Solo (2014)
„eine Wagnerphonie“ für Klavier Solo 2013 (6‘)
„painkiller“ für Klavier Solo (2011/12) ( 8‘)
„move III“ für Violoncello Solo (2011) (7‘)
„su-r“ für Klavier Solo (2009/2010) (15‘)
„move II“ für Kontrabass Solo (2009) (10‘)
„move I“ für Kontrabass Solo (2009) (10‘)
„Aus“ für mechanische Orgel (2009) (5‘)
12 Miniaturen für Flöte Solo (2007) (21,30‘)
Stück für Violoncello Solo (2007) (5‘)

Sonstiges (u.a.)

Walzer für Orchester in c-Moll (2007) (6‘)
„zer-Wal(z)“ für Streichquartett (2009) (5‘)
Variation und Thema über „Macht hoch die Tür...“ für Streichquartett (2008)(3‘)
Vier Hochzeitswalzer für Klavier (2007/2008/2013/2016) (18‘)