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»Zweifellos ein Höhepunkt des gesamten Abends ist dann das vom Zafraan Ensemble gespielte surf in six waves des 1984 geborenen Sven Daigger sein, ein irrwitziges Stück von sternklingelndem und -klöppelndem Gruhf.«  Albrecht Selge, Hundert11- Konzertgänger in Berlin 4.10.2019

»Neben den Sängerinnen und Sängern... sorgen vor allem die vom Berliner Zafraan-Ensemble umgesetzten Kompositionen für angenehme Überraschungen… …Im Kontrast dazu bestimmen sehr dynamische und unruhige Klänge die vierzehn Episoden der „sitcom opera“. Sven Daiggers Musik flitzt mal in aller Hektik am Jazz vorbei, mal liegt sie fast in Fetzen darnieder. Und wenn die Bargäste in einem Anflug von manisch gekünstelter Freude zu einem rhythmisch vertrackten „Prosit!“ aufrufen, lassen die Musiker kurz von ihren Instrumenten ab und sprechsingen im Chor: „Hahaha, hehehe, hui ui, Sekt, Bier, Schnaps, Hasch …“ Rausch, Optical-Art und clevere Musik – das sind interessante Zutaten für einen Opernabend. « TAZ 26.02.2016

»Die Macht der Gezeiten hat Christian Morgenstern in seinem Gedicht "Meeresbrandung" lautmalerisch in Szene gesetzt, kongenial hat es der junge Berliner Komponist Sven Daigger orchestriert. Das sind keine melodisch säuselnde Wellen: Tonlose gespielte Flöten beschwören einen kalten Wind herauf, drammatisch klagen die Bläser, die Töne der Streicher peitschen gegen die Gestade und machen den Kampf mit den Element fast physisch erfahrbar. Unbewusstes scheint anzuklingen, verstörende Abgründe, wirkungsvoll in Musik umgesetzt, ein Effektstück.« Passauer Neue Presse 25.01.2016

In einem großen Zug und Schwung floss, brauste und schwoll dagegen Sven Daiggers »Strom« für Flöte, Klarinette, Klavier und Violoncello von der Bühne des Solitär in den Saal. Es entwickelte sich ein Sog, der mal an der Oberfläche rhythmische Kapriolen mit weißen Wellenkrönchen zu schlagen, dann wieder mehr „von unten" verhaltene Impulse nach oben zu schicken schien. Scherzo-artige Momente, ja sogar gelegentlich durchschimmernde Erinnerungen an eine „romantische“ Klangsprache zogen ebenso vorüber, wie markant fordernde oder sanft federnde Rhythmen.« Drehpunkt Kultur, 26.03.2011, über »Strom«

»Daiggers Musik gehört zum Eindrucksvollsten dieser „Installation“, komplex und avanciert, von großer Klangsinnlichkeit und – Vielfalt. Zischende, flippernde, schlurfende, zuschlagende Klanggruppen, in rhythmischer Mannigfaltigkeit, kommentieren oder konterkarieren« Ostseezeitung, 17.10.2012

»Imponierend dabei, wie Daigger durch handwerkliches Geschick und konstruktives Formbewusstsein jegliche zerfließende Diffusität vermeiden kann – beklemmend und fesselnd gleichermaßen. Stabile Irritation: Nichts steht fest, außer, das nichts feststeht.« Ostseezeitung, 19.04.2012


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